Klaus Steinbacher Freundin

Klaus Steinbacher Freundin Die „Best-Agerin“ Charlotte (Michaela May) im „Tatort“-Krimi „In seinen Augen“ glaubte trotz gegenteiliger Behauptungen der Außenwelt, mit Hannes (Klaus Steinbacher) ihr Glück gefunden zu haben. Wie oft kommt „Love Scamming“ oder „Love Betrug“ vor?

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Vor der Sommerpause kündigten Heike Makatsch und Sebastian Blomberg das Finale der „Tatort“-Staffel an: Eine andere Ihrer gemeinsamen Geschichten, „In Erbenaugen“, erzählte von romantischen Sehnsüchten im Alter und der Angst, dass weniger Glückliche es gut machen könnten auf diese Sehnsüchte.

Im Mittelpunkt der Geschichte stand die Frage, ob sich ein junger, attraktiver Mann in eine gleichaltrige Frau verlieben könnte oder nicht. Vieles drehte sich um die gesellschaftlichen Veränderungen – auch im eigenen persönlichen Umfeld – die eine solche Beziehung mit sich bringt.

Wenn ein Ex-Kanzler eine Frau heiratet, die möglicherweise seine Tochter ist, spricht man von “spätem Liebesglück”, sagt die Figur von Michaela Mays im Film. An eine ältere Frau und einen jüngeren Mann übergeben, war die Andeutung eines schmierigen Verrats fast eine Tatsache. Was hat es mit sogenannten „Liebesverrätern“ auf sich? Und wie kann man sich im Vorfeld schützen?

Als Hannes Petzold (Klaus Steinbacher), ein junger Ex-Knacki, dort auftaucht, gehen Charlotte (Michaela May) und Bibiana (Ulrike Krumbiegel) als „Beste Agerinnen“ ein ungleiches Bündnis ein und beginnen eine Liebesbeziehung. Bibiana, die wohlhabende und eindeutig lebenslustige der beiden Frauen, behielt Argwohns neue Affäre mit ihrer Freundin im Auge.

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Während Charlotte Hannes, einen Proletarier, in die Welt der Philosophie und des Theaters einführt, scheint Bibi die jungen Liebhaber ihrer Freundin zu drängen, aus ihrem Versteck zu kommen. Bibiana, eine Diabetikerin, stirbt schließlich auf dem Boden ihres Hauses. War es ein Unfall oder waren andere schuld?

Ellen Berlinger (Heike Makatsch) weiß genau, was los ist: Hannes Petzold hat eine Vorgeschichte mit sexuellen Übergriffen auf ältere Frauen. Jetzt nutzt er die Freundschaftssehnsucht seiner Freundinnen aus, seit Bibi, die allein war, Charlotte als Allerbin ihres Reichtums hatte.

Thomas Kirchner, der Autor der „Spreewaldkrimis“- und „Der Turm“-Filme, lässt seine Spürnasen in mehreren Zeitabschnitten spielen. Vielleicht, um die Vorurteilsbildung der Berliner gegenüber dem Angeklagten noch irritierender zu machen.

Das wäre zwar interessanter gewesen, wenn die Geschichte linearer verlaufen wäre, wurde aber nicht unerwartet oft in seltsam verschleierten Abschnitten der Geschichte eingesetzt . Um die größere Frage der Filme anzusprechen: Wie groß ist das Risiko für ältere Frauen, Opfer eines sogenannten „Liebesbetrügers“ zu werden? Und wie schaffst du es, vorsichtig zu sein und dennoch keine vorschnellen Urteile zu fällen?

Sie versprechen viel Liebe, kümmern sich aber nur um das Geld ihrer Opfer: Ermittlungsbehörden beschäftigen sich mit immer mehr Fällen von Liebesbetrug, der in den USA mittlerweile oft als „Love Scam“ oder „Romance Scam“ bezeichnet wird Zustände. Heiratsschwindel mag wie eine kriminelle Legende aus einer vergangenen Zeit klingen.

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Die Wahrheit ist, dass jedes Jahr Zehntausende deutsche Frauen von gutaussehenden Männern angelockt werden, denen nur eines wichtig ist: ihr Geld. Heutzutage nutzen viele Kriminelle Online-Dating-Sites, um Jagd auf die unschuldigen Frauen zu machen, die sich anmelden.

Doch wie Ellen Berlinger, im Film gespielt von Heike Makatsch, zu Recht feststellt, sind unerwiderte Beziehungen auch außerhalb der virtuellen Welt ein echtes Problem. Gerade bei Online-Betrugsfällen kann die Polizei oft nicht weiterhelfen. Ermittungen von “Love Scammers” werden außerhalb Deutschlands oft auf den Sand gestellt.

Weder „Heiratsschwindel“ noch „Love Scams“ sind juristische Begriffe. Täterinnen und Tätern in Deutschland hingegen müssen mindestens zehn Jahre warten, bis sie wegen Betrugs strafrechtlich verfolgt werden können. Aus diesem Grund gibt es nur sehr wenige verlässliche Zahlen. In mehreren deutschen Bundesländern wirft die örtliche Polizei jedoch aufgrund von Statistiken Verliebten vor.

Im Bundesland Sachsen beispielsweise wurden im vergangenen Jahr 275 Fälle mit einem Gesamtschaden von 4,2 Millionen Dollar vor Gericht gebracht. Laut LKA machten Frauen in Sachsen 57,3 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung aus. Knapp zwei Drittel der Opfer sind zwischen 40 und 69 Jahre alt.

In der gesamten Bundesrepublik dürften die Opferzahlen weit über den tatsächlichen Fallzahlen liegen – obwohl viele der Opfer verletzt wurden die Perfidie der verfolgten traumatisierten Männer und Frauen.

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