Rita Russek Alter

Rita Russek Alter Ihr Name ist Rita Russek und Sie kennen sie vielleicht aus dem Münsteraner Krimidrama „Wilsberg“, wo sie mit Leonard Lansink als wortgewandter Detektiv arbeitete. Fernsehzuschauer wiederum mögen an ihre Rolle als Hannelore Schmiedinger im Stuttgarter „Tatort“ erinnern. Sie war die Lebensgefährtin von Ernst Bienzle alias Dietz-Werner Steck in den Kriminalfilmen.

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“Bienzle und der Biedermann” wurde 1992 erstmals ausgestrahlt und war ihre erste Fernsehsendung. Als Bienzle im Februar 2007 endgültig zur Ruhe gesetzt wurde, war Hannelores Figur „zu dünn“, es störte sie also überhaupt nicht. Nach ihrem Abschluss an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst ging es für die junge Schauspielerin direkt auf die Bühne.

Russek etablierte sich schnell als Bühnenschauspielerin und war bis 1986 Mitglied des Hauptensembles des Bayerischen Staatsschauspiels. So trat sie in Filmen namhafter Regisseure wie Ingmar Bergman in „Nora“, Luc Bondy in „Die Seine“, Kurt Meisel auf „Anatole“ und Arthur Schnitzlers „Liebelei“. 1980 spielte Russek in Bergmans Drama „Aus dem Leben der Marionetten“ mit, woraus sich eine langjährige Freundschaft zwischen dem schwedischen Regisseur und der Schauspielerin entwickelte.

Als Regisseur arbeitete Russek am Staatstheater Augsburg an Molières „Der Tartuffe oder Der Betrüger“ und Tirso de Molinas „Die letzten Tage des Don Juan“. Für ihre Inszenierung von Ingmar Bergmans „Szenen einer Ehe“ wurde Russek 1996 für den „Prix Molière“ in der Kategorie „Herausragendes Szenenbild“ nominiert. Es gab mehrere ausländische Theater, in denen das Stück aufgeführt wurde, darunter das Pariser Theater de la Madelaine, das Teatro Communal in Quebec City und das Wyndhams Theatre in London.

Rita Russek studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und wurde anschließend festes Mitglied des Residenztheaters des Bayerischen Staatsschauspiels in München. Als junge Jilly trat sie 1973 unter der Regie von Luc Bondy in Edward Bonds Stück Die See auf. Während dieser Zeit arbeitete sie mit Ingmar Bergman an vielen Projekten zusammen, darunter Tartuffe, Nora und Yvonne, Prinzessin von Burgund.

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Im nächsten Jahr trat sie in Hans Lietzaus Shakespeare-Adaption von King Lear auf.1986 lösten sie ihre Verlobung auf, weil die Mehrheit des Ensembles nach Basel gezogen war und sie bei ihrer Familie bleiben wollte.In einigen Produktionen war sie Regisseurin und Kamerafrau. In Paris, Montreal und London wurde sie 1996 für ihre Darstellung häuslicher Szenen für den Molière-Theaterpreis als beste Regie nominiert.

Russek bekam ihre erste Rolle während ihrer Tätigkeit am Residenztheater. 1976 trat sie in der 16. Folge der ZDF-Krimiserie Derrick mit Hans Stetters Frau Gubeck, Gubecks Ehemann, auf. Katarina Krafft wurde 1980 von Ingmar Bergman in seinem Film Aus dem Leben der Marionettes als Mordopfer Katarina Krafft gecastet. Die Rollen wurden komplett von Mitgliedern des Staatsschauspielensembles besetzt. Seitdem hat Russek in mehreren weiteren Filmen und Fernsehshows mitgewirkt.

1982 trat sie erstmals in der ARD-Serie „Tatort“ auf. Während der Arbeit an der Südwestfunk-Serie „Blaßlila Briefe“ übernahm sie die Rolle der verheirateten Grete Steinbeiss, die eine Affäre mit dem ebenfalls verheirateten Immobilienmakler Lutz Waldner (Wolf -Dietrich Berg). Sie trat in Uwe Schraders Sierra Leone (1987) als alte Schulfreundin von Fred, dem Protagonisten (Christian Redl), auf.

Bernd Fischerauer spielte Lora Roth 1990 in der Fernsehserie Regina on the Levels (1990) nach Utta Danellas gleichnamiger Novelle, die zehn Folgen lang ausgestrahlt wurde. Von 1994 bis 1996 porträtierte sie Elli in der ARD-Vorabendkrimiserie Der Fahnder. In der Verfilmung von Peter Steinbachs gleichnamigem Buch von 1995 spielte sie in den letzten Tagen des Berliner Krieges an der Seite von Ulrich Mühe die hartnäckige Berliner Mieterin Tatjana Zeitler.

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Von 1992 bis 2007 war sie Kumpel von Dietz-Werner Steck, alias Kommissar Ernst Bienzle, und seiner Freundin Hannelore Schmiedinger. Seit Mai 1998 ist sie neben Leonard Lansink in der ZDF-Samstagskrimi-Serie Wilsberg als Oberstaatsanwältin des Morddezernats Münster, Anna Springer, zu sehen. Für zwei Sendungen, die 2018 in Bielefeld ausgestrahlt wurden wurde Russek vom Sender zu einer Zwangspause gezwungen. Dies sorgte bei Russek für Verwirrung.

Als Claudia Brosche 2001 in “Ein Vater zum Verlieben” eine untreue Ehefrau spielte, betrog ihr Mann Dieter Pfaff sie mit einer anderen Frau. Birte Schmitz trat 2005 in der 12-teiligen ZDF-Fernsehserie Kanzleramt als Leiterin der Verwaltung auf. In der ZDF-Fernseh-Produktion Family Is What You Make It (2008) spielte sie Christine Bonhoff, die Buchhalterin der Buchhandlung „Bücherinsel“. In dem Film Alter vor Schönheit (2008) spielte sie an der Seite von Fritz Wepper die Journalistin Vera Lichtenberg.

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